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In 72 Stunden die Welt retten


Selber ausprobieren was in der WheelMap einzutragen ist
Wenn das möglich wäre, hätten das bestimmt schon andere vor der 72-Stunden-Aktion versucht und auch geschafft. Aber was jede*r kann ist, jeden Tag die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben. Manchmal reicht dafür schon ein kleines Lächeln. Doch an dem Wochenende vom 23.-26. Mai 2019 war es bundesweit noch mehr als nur ein Lächeln. An dem verlängerten Wochenende waren 85.000 Jugendliche deutschlandweit und 45 Gruppen international aktiv, kreativ, sozial für die 72-Stunden-Aktion des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) unterwegs.

Und auch in Ostfriesland waren es 100 Jugendliche, die nicht bloß zugucken wollten. In Emden wurde die Selbsterfahrung im Rollstuhl zu sitzen damit verbunden, die App „WheelMap“ weiter bunt zu machen: Nach einem Ampelsystem wurden die verschiedenen Orte nach ihrer Barrierefreiheit bewertet. Wenn da der Zollstock rausgeholt wurde, um zu testen, ob die Tür auch breit genug ist, kam dann doch der ein oder andere komische Blick – aber schon war man im Gespräch. Spätestens nach dem Besuch von Christian Züchner – 1. Vorsitzender des Beirats für Menschen mit Teilhabeeinschränkungen in der Stadt Emden – am Donnerstag Abend, war klar, wie die Tage gefüllt waren, und schon ging es los.

Die Aufgabe der Firmlinge in Rhauderfehn war es, ein Familienfest zu organisieren. Im Rahmen der Kolping Familie wurde dieses bereits beworben, doch nun ging es an den Feinschliff: Kuchen, Waffeln, ja oder nein? Welche Spiele sollten angeboten werden? Wer steht wann wo? Wie sind die Schichten? Wo muss noch was eingekauft und besorgt werden?
Die Firmlinge in Rhauderfehn
… Ein logistisches Denken wurde von den Jugendlichen gefordert. Und es hat sich gelohnt: Auch wenn die Sonne sich nicht immer zeigen wollte, war das Gemeindehaus in Rhauderfehn gut gefüllt. „Wir haben ja ordentlich was zu tun, das hätten wir gar nicht erwartet“, war da eine Aussage der Jugendlichen.

Und die Norder Gruppe hatte sich im Jugendbüro in Aurich einquartiert. Hier begann die Aktion bereits mit dem ersten Einkauf und der Packliste für die Jugendlichen. Thematisch sollten sie ein paar Sachen mitbringen: Etwas Nachhaltiges zum Einkaufen, eine Sache, die zu Hause im Müll landen würden (zum Upcycling) und etwas Selbstgebackenes. Inhaltich beschäftigte
Tiemo Wölken zu Besuch bei der Norder Gruppe
sich die Gruppe mit den Themen „Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz“. Zudem stellten sie sich selbst die Challenge, an dem Wochenende plastikfrei einzukaufen. Es war ein aktiver Austausch. Tiemo Wölken von der SPD war am Freitagvormittag dabei und brachte weitere Begriffe, Ideen und Fragen mit ein, beatwortete aber auch viele. „foodsharing“ kam am Samstag mit der Abholung vorbei und auch hier entstand ein reger Austausch.

Zwar nicht wirklich angemeldet, aber doch ganz im Sinne der Aktion: 20 Kinder und
Außerplan-Mäßig: Weener
Jugendliche haben in Weener zusammen die Welt besser hinterlassen, indem sie fleißig Müll sammelten. Anschließend wurde das mit einem guten Essen belohnt.

Allen, die an dieser 72-Stunden-Aktion beteiligt waren, ein herzliches Dankeschön!! Es war ein großartiges Wochenende, eine tolle Bewegung, es gab wunderbare Gespräche, Aha-Effekte und Begegnungen. „Ich bin froh, dass ich alle Gruppen begleiten und so auch die Entwicklung in den drei Tagen sehen durfte“, stellte Dekanatsjugendreferentin Annabell Nielen am Sonntagabend fest. Dass Ostfriesland mit allen drei Projekten, den Schwerpunkt auf Soziales setzte, war vielleicht nicht von Anfang an geplant, machte die Aktion hier im Dekanat aber nochmal zu etwas Besonderem.
Auch wenn in Rhauderfehn wenig Netzt ist, so schaffte es dieses Bild doch passend zum Ende der Aktion ins Netz

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